Ein Esel erzählt:

Iaaahh!! – Hallo Kinder!!

Wisst Ihr, wer ich bin?  - Graufell mein Name und ich kann euch sagen, ich bin ein ganz, ganz, ganz besonderer Esel! Denn, stellt euch vor, JESUS ist auf mir geritten! Das ist zwar schon ein paar Jährchen her, aber ich will euch trotzdem davon erzählen!

Ich war also vor unserem Haus und knabberte an ein paar dürren Halmen herum, da hörte ich, wie ein paar Männer mit meinem Chef verhandelten. Und der hat mich so einfach eben mal an diese Leute ausgeliehen! Kurzerhand packten die meinen Strick, den ich um meinen Hals hatte, und führten mich weg. Als ich immer noch überlegte, ob ich einfach bockig stehen bleiben sollte, da stand er plötzlich vor mir: JESUS! Er kraulte mich am Kopf, sprach beruhigend auf mich ein und setzte sich auf meinen Rücken. Und dann ging’s los. Wir zogen nach Jerusalem.

Schon vor dem Stadttor standen unglaublich viele Menschen am Straßenrand. Sie winkten mit Palmzweigen, breiteten ihre Umhänge auf dem staubigen Weg aus und jubelten uns zu. DAS war vielleicht ein tolles Gefühl. Aber hört selber, was damals los war:

Sprechmotette: (Ihr könnt selber mitmachen: Abwechselnd kann immer einer die Sätze lesen und alle zusammen rufen den fett gedruckten Satz…)

Alle: Hosianna, Hosianna, Jesus, du sollst unser König sein!

  • Die Kinder hatte Jesus besonders gern. Sie riefen ganz laut…

Alle: Hosianna…

  • Männer und Frauen, die schon viel von Jesus gehört haben, riefen…

Alle: Hosianna…

  • Alte und kranke Menschen, die Jesus getröstet hat, riefen…

Alle: Hosianna…

  • Blinde und lahme Menschen, die Jesus geheilt hat, riefen…

Alle: Hosianna…

  • Ausgestoßene, einsame Menschen, die mit Jesus einen Freund gefunden haben, riefen…

Alle: Hosianna…

  • Streitende Menschen, die durch Jesus den Weg zum Frieden gefunden haben, riefen…

Alle: Hosianna…

  • Enttäuschte und verzweifelte Menschen, die durch Jesus wieder Hoffnung gefunden haben, riefen…

Alle: Hosianna…

  • Menschen, die gegen Jesus waren und überlegten, wie sie ihn aufhalten könnten, hörten kopfschüttelnd, wie die Leute riefen…

Alle: Hosianna…

 

Wollt auch ihr Jesus begrüßen? Er ist unsichtbar bei allen, die an ihn denken. Ihr könnt ihn mit dem folgenden Gebet bei euch willkommen heißen:

Lieber Jesus! Du bist damals in Jerusalem eingezogen, wie ein König. Die Menschen haben gejubelt, gesungen und sich über dich gefreut. Mit Tüchern und Palmzweigen haben sie dich begrüßt.

Auch wir denken heute an dich und zeigen dir, dass wir an dich glauben und du für uns wichtig bist. Sei gerade jetzt bei uns und schick uns ganz viel Kraft und Hoffnung. Amen.

Der Esel erzählt weiter:

Es war unglaublich! Jesus wurde wie ein toller König begrüßt. Die Menschen fanden ihn einfach super! ABER – nicht alle! Mit der Zeit änderte sich die Stimmung. Ich habe genau gespürt, dass uns einige Leute und auch Soldaten schief angeschaut haben. Und dann ging alles ganz schnell… Ich habe immer noch ganz viele Sachen um mich, die erinnern mich an Jesus und was mit ihm passiert ist. Diese Sachen will ich euch vorstellen:

(Vielleicht habt ihr diese Sachen auch in der Nähe. Dann holt sie doch in eure Mitte…)

  • Brot und Wein…

Jesus hat mit seinen Freunden das letzte Abendmahl gefeiert. Er sagte zu ihnen: Immer, wenn ihr zusammen seid und das Brot miteinander teilt und an mich denkt, dann spürt ihr, dass ich immer bei euch bin. Meine Freundschaft bleibt, auch wenn ich nicht mehr auf der Erde bin. (Vielleicht könnt ihr jetzt auch ein Stück Brot miteinander teilen, es essen und an Jesus denken…)

  • Ein Seil…

Nach dem Abendmahl ging Jesus hinaus in einen Garten. Er hatte große Angst und wollte mit ein paar von seinen Freunden beten. Aber sie waren müde und schliefen ein. Jesus betete allein: „Vater, ich habe Angst. Gibt es keinen anderen Weg? Muss ich sterben? Wenn du mir hilfst und Kraft schickst, dann will ich alles auf mich nehmen!“ Dann kamen Soldaten und sein Freund Judas. Er umarmte Jesus und begrüßte ihn. Dann fesselten die Soldaten Jesus die Hände und nahmen ihn gefangen.

  • Einen Hahn… (Figur oder Bild)

Die Soldaten brachten Jesus zu Pilatus, das war der Vertreter des Kaisers in Rom. Dort wurde Jesus verhört. Petrus war den Soldaten nachgeschlichen. Er blieb im Hof und wartete. Eine Magd kam dazu und sagte: „Bist du nicht einer von den Leuten, die bei diesem Jesus waren?“ Petrus erschrak und antwortete: „Nein, nein, ich weiß gar nicht, von wem du redest! Andere Leute sahen ihn und sagten: „Doch, du gehörst zu Jesus!“ Da rief Petrus: „Nein, ich kenne den gar nicht!“ Da krähte der Hahn und voller Schrecken erinnerte sich Petrus, dass Jesus einmal gesagt hatte: „Ehe der Hahn kräht, wirst du mich verleugnen und so tun, als ob du mich nicht kennst!“ Da lief Petrus weg und weinte.

  • Ein Holzkreuz

Die Soldaten nahmen Jesus mit und brachten ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen. Er musste das Kreuz selber tragen. Es war schwer und Jesus fiel zu Boden. Da musste ein Mann aus Cyrene das Kreuz tragen helfen. Oben auf dem Berg schlugen die Soldaten Jesus ans Kreuz. Links und rechts von ihm wurden noch zwei Verbrecher ans Kreuz genagelt. Unter dem Kreuz von Jesus standen Maria, die Mutter von Jesus, und einige Frauen. Die meisten seiner Freunde waren nicht da. Sie hatten sich aus lauter Angst vor den Soldaten versteckt. So starb Jesus am Kreuz.

(Vielleicht können jetzt alle einen Moment ganz still werden und an Jesus denken…)

Fürbitt-Gebet:

Einführung: Jesus, du bist für uns den schweren Weg mit dem Kreuz gegangen und du hast ganz viel aushalten müssen. Auch unser Leben ist gerade nicht einfach. Du bist uns ganz nahe und verstehst uns. Deshalb bitten wir dich:

  • Jesus, du kennst Angst und Traurigkeit. Sei uns nahe, wenn wir ängstlich und traurig sind und schick‘ uns ganz viel Kraft und Mut.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Jesus, du wurdest gefangen genommen, geschlagen und verspottet. Hilf uns, dass wir Menschen füreinander da sein können und eingreifen, wenn Schwächere gequält werden.
  • Jesus, deine Verurteilung war ungerecht. Stehe allen bei, denen Unrecht getan wird und gib ihnen den Glauben an das Gute zurück.
  • Jesus, du hast dein schweres Kreuz getragen. Gib, dass wir tatkräftig helfen, wenn wir merken, dass andere es schwer haben.
  • Jesus, schick allen kranken Menschen Hoffnung und Zuversicht.
  • Jesus, schenke allen Menschen, die gestorben sind, bei dir im Himmel Geborgenheit und Frieden.

Abschluss: Jesus, wir vertrauen dir und deiner Auferstehung. Nimm du uns an der Hand und führe uns durch die kommende Zeit. Amen.

 

Der Esel erzählt weiter:

Iaaahh! Jetzt denkt ihr wohl, dass die Geschichte mit Jesus zu Ende ist. Denn wenn jemand stirbt, dann ist normalerweise alles vorbei. ABER – da habt ihr euch getäuscht! Bei Jesus war das anders! Er ist Gottes Sohn und hat mit Gottes Kraft den Tod besiegt. Er ist auferstanden. Er will euch mit seinem Weg Hoffnung schenken. Bitte glaubt daran, dass aus Traurigkeit wieder Freude werden kann. Habt Mut und gebt nicht auf. Bei Jesus können wir lernen, dass man dunkle Zeiten durchstehen kann. Macht’s gut und vergesst mich nicht.

Euer Graufell, der ganz, ganz, ganz besondere Esel!

 

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